Dass Kultur auch durch den Magen geht, bewiesen in den vergangenen Wochen die Lateinkurse der Jahrgangsstufe 7. An zwei Nachmittagen im Juni tauchten die Schülerinnen und Schüler in die kulinarische Welt des antiken Roms ein und verwandelten die Küche des Mittagstreffs in eine römische Taverne.
Mit viel Vorfreude und großem Appetit trafen sich die beiden Kurse nach der Schule an der Kroatenstraße. Das Ziel: Römische Lebenswelt nicht nur durch Lehrbücher kennenlernen, sondern mit allen Sinnen erfahren.
In Kleingruppen ging es direkt an die Arbeit. Die Siebtklässler schwangen die Kochlöffel und bereiteten verschiedene antike Speisen vor: Römische Frikadellen, Mostbrötchen mit unterschiedlichen Dips, Linsen- und Graupensalat, Quarkstrudel, Quarkbällchen und natürlich viel Obst. Es wurde fleißig Gemüse geschnippelt, Kräuter gemörsert und nach originalen Rezepturen gewürzt, gerne auch mit viel Knoblauch. Bei Süßspeisen wurde auf Zucker verzichtetet, da der in der Antike noch nicht bekannt war. Stattdessen wurde Honig verwendet.
Am späten Nachmittag füllte sich der schattige Platz auf der Wiese im Außenbereich: Zahlreiche Eltern und Familienmitglieder folgten der Einladung und stießen zu der Runde. Bei bestem Wetter wurden die kulinarischen Meisterwerke bei einem großen, gemeinsamen Picknick auf der Wiese verspeist. Von herzhaften römischen Aufstrichen bis zu süßen Nachspeisen war für jeden Geschmack etwas dabei.
Ein rundum gelungener, leckerer und geselliger Nachmittag für alle Latein-Schülerinnen und Latein-Schüler sowie die Familien. Valete – bis zum nächsten kulinarischen Ausflug in die Antike!
Ein großes Dankeschön gilt den Mitarbeitern des Mittagstreffs, die uns die beiden Küchen, die Bänke sowie das ganze Equipment zur Verfügung stellten!
(Juliane Henkel)







