Erinnern ermöglichen im KvGG - Begegnung mit Auschwitz 2019

 

Unter dem Aspekt „Vergangenheit, die nicht vergeht - Begegnung mit Auschwitz“ stand der diesjährige Dokumentationsabend der Q2 Schüler am 27. März, an dem sie den Besuchern ihre persönlichen Erfahrungen, Emotionen und Einblicke präsentierten. 

Der Abend war in drei Abschnitte eingeteilt, um die jeweiligen Aspekte zu beleuchten, die den Schülern wichtig waren. 

 

 

 

 

 

 

Nach der Begrüßung durch die Moderatoren Annika Schwartges, Vanessa Haas und Sascha Koziol leitete Herr Hagedorn in seiner Begrüßungsrede den Abend ein, indem er von einer Begegnung mit einer israelischen Jugendgruppe berichtete, welche in dem gemeinsamen Gespräch die Wichtigkeit der Erinnerungskultur, vor allem in Bezug auf das Judentum, erläuterten. Dieses Gespräch nutzte Herr Hagedorn als Überleitung in Bezug auf die Thematik des Abends, um auf den Aspekt des Erinnerns hinzuweisen.

Im Anschluss rezitierte Herr Auerbach das Gedicht „Die Todesfuge“ von Paul Celan. Nach diesem sehr bewegenden und emotionalen Einstieg wurden die Erlebnisse, die die  Schüler während der Exkursion vom 17.01. - 21.01. 2019 gesammelt hatten, in chronologischer Reihenfolge vorgestellt. 

Während des ersten Abschnittes fand zunächst eine Präsentation des ersten Tages in Oswiecim und des zweiten Tages in dem Stammlager I statt. Diese Präsentationen wurden ohne Bemerkungen und Musik verfasst, um dem Publikum die Emotionen, die man dort gesammelt hatte, näher bringen zu können. 

Während der Präsentation des dritten Tages fand ein Ausschnitt eines Gesprächs zwischen Mutter und Tochter von Elie Wiesel statt, in dem es um die Endlichkeit des Lebens in Auschwitz geht. Dieser Text wurde vor Ort vorgelesen und zeigt die Gefühle, die sowohl von Überlebenden in Form von Gedichten und Erzählungen festgehalten wurden als auch die Emotionalität, die von den Schülern empfunden wurde.

Den Abschluss bildete das Musikstück Wheel of Fortune von Karen Street, das von Catharina (Flöte) und Max Liebeheim (Klavier) vorgetragen wurde.

 

 

 

 

 

Der zweite Abschnitt wurde von Laura Dombek mit der Begegnung der bewegenden Bilder der Ausstellung des ehemaligen KZ Auschwitz Häftlings Marian Kołodziej in Harmęże eingeleitet. 

Nach diesen sehr einprägsamen Bildern wurde über das nicht weniger bewegende Treffen mit der Zeitzeugin Lidia Maksymowicz berichtet. Während dieser Ausführungen wurde der Appell von Frau Maksymowicz an die Schüler noch einmal hervorgehoben, dass von ihnen die Welt abhänge, um hier an unser aller Verantwortung  zu erinnern, dass solche Taten nicht noch einmal geschehen. Den Abschluss bildete eine sogenannte Top 10 der emotionalsten Erlebnisse der Schüler, um  ihre Wahrnehmung und Begegnung mit Auschwitz dem Publikum näher bringen zu können.

 

Den dritten Abschnitt leiteten Catharina und Max Liebeheim mit einem weiteren Stück von Karen Street, Memories, ein. Memories waren gleichzeitig die Thematik, die an dieser Stelle hervorgehoben werden sollte, nämlich die Erinnerungen der Schüler. Diese wurden in Briefen, die die Schüler im Vorfeld eingesprochen hatten, exemplarisch vorgespielt. Die Briefe hatten sie noch vor Ort an sich selbst geschrieben und sollen ihnen als eine Erinnerung an diese Reise dienen. In den sich anschließenden Interviews erläuterten vier Schüler sowohl ihre persönlichen Erwartungen an diese Reise als auch die Eindrücke und Zeit nach der Fahrt.

 

Von Johanna und Katharina Terhardt sowie Sascha Koziol wurde zum Abschluss hervorgehoben, wie wichtig solch eine Fahrt sei und vor allem, wie wichtig es sei nicht wegzusehen und sich gegen Antisemitismus, Rassismus und Ignoranz zu engagieren. Des Weiteren hoben sie hervor,  dass diese Fahrt dazu verhelfe,  die vorgestellten Aspekte zu reflektieren und darüber nachzudenken, was jeder von uns dazu beitragen könne, dass so etwas nie wieder passiert.

Der Abend klang mit einem Klavierstück, das von Manuel Schulz gespielt wurde, aus.

 

 

Stefanie Kröselberg,

31.03.2019