Und die Moral von der Geschicht…nur die eine gibt es nicht!

 

Der Verein Natur und Kultur im Achterhoek e.V. (NuK Achterhoek) und der Literatur-Kurs des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums Kevelaer präsentieren eine szenische Collage im Open Air Kino „Seit einem Jahr haben wir daran gearbeitet und wir sind froh, Ihnen heute Abend unsere szenische Collage als Film präsentieren zu dürfen“, so Jule Schmelzer aus dem Literaturkurs der Q1 des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums Kevelaer. 

 

Nachdem die Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses unter der Leitung von Katrin Boland nicht mehr zu hoffen gewagt hatte, ihre ursprünglich für die Bühne entwickelte szenische Collage öffentlich darbieten zu können, bot sich kurzfristig die Gelegenheit einer Open Air Kinoveranstaltung durch den Geschäftsführer des NuK Achterhoek, Herrn Matthias David, der eine Open Air Bühne und die NuK-Pachtwiese zur Verfügung stellte. 

 

In einzigartiger und unkomplizierter Atmosphäre verfolgten zahlreiche Besucher bei lauen Temperaturen auf Picknickdecken und Campingstühlen eine persönliche Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Moral. Der Literaturkurs zeigte individuelle Beiträge mit verschiedenen Herangehensweisen.  Den Beginn machten interaktive moralphilosophische Gedankenexperimente, die die Ausweglosigkeit moralischer Zwickmühlen verdeutlichten. Das Publikum wurde aufgefordert Entscheidungen hinsichtlich verschiedener moralischer Dilemmata zu treffen. Anschließend sahen die Zuschauer ein facettenreiches Projekt, in das alle Schülerinnen und Schüler sich auf unterschiedliche Art und Weise eingebracht hatten. So gab es Beiträge zu den Themen Generationskonflikt, Gruppenzwang, Sterbehilfe, Schwangerschaftsabbruch, Frauenrechte, Karma und Gewissensentscheidungen. Als Abspann diente der Song „Lasse Redn“ von den Ärzten. Die Botschaft der Projektarbeit, dass jeder Mensch für sich eine, auf universellen Grundwerten basierende, Moral finden muss, die er mit seinem Gewissen vereinbaren kann, wurde dem Publikum in allen Beiträgen deutlich.

 

„Es lag eine Leichtigkeit in der Luft“, „Nicht nur Klamauk sondern auch inhaltlicher Anspruch“, „Man konnte Vieles für sich persönlich mitnehmen“, so nur einige Stimmen aus dem Publikum zu Atmosphäre und Film.

 

Die Zuschauerinnen und Zuschauer zeigten sich begeistert über eine der ersten kulturellen Veranstaltungen nach einer langen eventlosen Zeit, die zudem inhaltlich und atmosphärisch überzeugte.

 

 

 

Katrin Boland,

01.07.2021