Wir haben eine neue Schulleiterin!

 

Nun ist es offiziell: Das Kardinal-von-Galen-Gymnasium hat eine neue Schulleiterin! Nachdem Frau Diehr bereits seit Februar 2019 als stellvertretende Schulleiterin an unserer Schule tätig war und die Schule seit dem Ausscheiden Herrn Hagedorns kommissarisch leitete, verlieh der Dezernent Herr Dr. Bentgens ihr im Januar coronabedingt still und fast unbemerkt die Ernennungsurkunde.

 

Frau Diehr kommt aus Voerde und besuchte das Gymnasium Voerde, eines der ersten Ganztagsgymnasien. Sie ging sehr gerne zur Schule. Während ihrer Schulzeit erhielt sie ein Stipendium und verbrachte ein Jahr in den Bergen Kaliforniens. Für eine lange Zeit wollte sie Pastorin werden, aber die Vorstellung, durch diesen Beruf permanent im Fokus zu stehen sowie Hebräisch, Latein und Griechisch neu erlernen zu müssen, schreckte sie letztendlich ab. Auch Köchin stand auf der Berufswunschliste. Letztendlich entschied sie sich aber doch für den Lehrerberuf, denn „ich fand die Fächer Englisch und Deutsch so schön, dass ich meine Freude daran weitergeben wollte. Außerdem habe ich schon immer gern mit Menschen zu tun gehabt“, so Frau Diehr. Sie entschied sich, die Fächer Englisch und Deutsch an der Universität Essen zu studieren. Bevor Frau Diehr im Februar 2019 ihre Tätigkeit als stellvertretende Schulleiterin an unserer Schule antrat, war sie 22 Jahre lang Lehrkraft am Andreas-Vesalius-Gymnasium in Wesel und arbeitete dort bereits seit geraumer Zeit an verantwortlicher Stelle, sodass ihr schulische Verwaltungs- und Organisationsabläufe bereits vertraut waren. Des Weiteren arbeitete sie neben den beiden Korrekturfächern für Schulbuchverlage. Besondere Freude machte ihr ihre Tätigkeit als Moderatorin im Kompetenzteam Kreis Wesel, in deren Rahmen sie Fortbildungen im Fach Englisch für Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen durchführte und sich schon im Vorfeld intensiv mit den neuen Entwicklungen im Fach Englisch auseinandersetzen konnte. „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit Kolleginnen und Kollegen im Team zu arbeiten und durch die zahlreichen Gespräche einen Einblick zu bekommen, was an anderen Schulen im Fach Englisch läuft.“

 

Mit 52 Jahren kam sie vor zwei Jahren, so Frau Diehr „an einen Punkt in meinem Leben, an dem ich das Gefühl hatte, noch einmal eine neue Herausforderung annehmen zu wollen“. Das KvGG war anders als das, was sie gewohnt war – eine kleine, familiäre Schule in einer ebensolchen Stadt und nah am eigenen Wohnort. Dies und die Tatsache, dass die Schule breit aufgestellt ist, habe ihr sehr gut gefallen. „Ich habe die Schule als sehr zugewandt empfunden; außerdem gibt es außerordentlich engagierte Schülerinnen und Schüler und eine Elternschaft, die sich einsetzt, sowie ein engagiertes Kollegium“.

 

Frau Diehr sieht in unserer Schule ein großes Potential. Leider bestand aufgrund der besonderen Umstände bisher die Priorität darin, die Schulgemeinde souverän durch die Corona-Krise zu führen und ein Maximum an Präsenzunterricht zu ermöglichen, sodass Fragen der Schulentwicklung zunächst einmal zurückgestellt werden müssen. Viel ist allerdings schon geschafft:  Im Bereich der Digitalisierung hat das KvGG in den letzten Monaten rasante Fortschritte gemacht. Auch im hoffentlich bald wieder sattfindenden Präsenzunterricht werden digitale Medien ihren Platz finden, da sie immer häufiger einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung curricularer Kernkompetenzen leisten, die Differenzierung erleichtern und als vielfältige Werkzeuge den Unterricht stützen.

 

Als ganz persönliches und besonderes Zukunftsanliegen formuliert Frau Diehr Chancengleichheit, speziell die Förderung von Kindern, die aufgrund z.B. familiärer Hintergründe Benachteiligung erfahren. Es liege ihr besonders am Herzen, dass diesen Kindern geholfen werde. Außerdem seien ihr eine offene Kommunikation und schnelle Reaktion bei bestehenden Problemen im Schulalltag besonders wichtig. „Ich möchte eine Atmosphäre der Offenheit schaffen. Probleme sollen angesprochen und es muss angstfrei kommuniziert werden.“ Es sei weiterhin ihr Bestreben, Schülerinnen und Schüler so zu fördern, dass sie bis zum Abitur gerne an unserer Schule verbleiben.

 

Es herrscht weiterhin großer Raumbedarf, sodass auch die Raumentwicklung zu den Vorhaben Frau Diehrs zählt. „Wir brauchen nicht nur Klassenräume, sondern auch Räume für pädagogische Zwecke, Elternsprechzimmer. Differenzierungsräume sowie Räume für besondere pädagogische Zwecke, zum Bespiel einen Green Screen Room.“

 

Wir wünschen Frau Diehr für ihre neue Aufgabe als Direktorin des KvGG viel Glück, Erfolg und auch Mut. Mut, neue Wege mit dem KvGG zu gehen und alte weiter zu verfolgen. Auch bei der Umsetzung ihrer Anliegen, sich für Chancengleichheit einzusetzen, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern, eine offene, vertrauensvolle und freundliche Atmosphäre zwischen Schülern, Lehrern und Schulleitung zu schaffen sowie gemeinsam an einem Strang zu ziehen, wünschen wir Frau Diehr eine glückliche Hand und werden sie dabei unterstützen unsere Schule in diesem Sinne weiterzuentwickeln!

 

 

Katrin Boland, 

29.01.2021