Dokumentationsabend Auschwitz am 18.02.20

 

 

Die Schülerinnen und Schüler der Q2, die Anfang Februar an der diesjährigen Auschwitzexkursion teilnahmen, präsentierten den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern ihre persönlichen Erfahrungen, Emotionen und Einblicke, die sie während ihres Aufenthaltes gesammelt hatten. Die Ausstellung im ersten Stock fesselte und bewegte die Gäste. Es gab einen regen Austausch mit den Schülerinnen und Schülern und mit der Zeitzeugin Frau Eva Weyl, die neben dem Bürgermeister Herrn Dr. Dominik Pichler und weiteren Vertretern der Stadt anwesend war.

 

Nach der Präsentation des Stückes „Schindlers Liste“, dargeboten von Luise Quick (Violine) und Charlotte Roßmann (Klavier) begrüßten die Moderatoren Athena Riegel und Wichard Koch die Anwesenden. Im Anschluss hielt Herr Hagedorn eine kurze Ansprache. Maria Gretkowski präsentierte ihren eigenen, in Auschwitz verfassten Poetry Slam, in dem sie ihre Erfahrungen während der Exkursion verarbeitete. Sehr bewegend und emotional war ebenfalls die Rezitation des Gedichtes „Die Todesfuge“ von Paul Celan durch Herrn Auerbach. Die Moderatoren zitierten Frau Weyls Worte „Nie wieder“, um die Intention des Abends zu veranschaulichen. Abgerundet wurde die feierliche Einleitung mit dem Stück „Märchenbilder“ von Robert Schumann, präsentiert von Max Tissen (Bratsche) und seinem Bruder Ben (Klavier) aus der Klasse 9.

 

Im Folgenden sahen die Gäste eine beeindruckende Ausstellung, die in einzelnen Räumen die Stationen der Auschwitzexkursion von der Vorbereitung bis zur Durchführung zeigte. So wurden sowohl der vorbereitende Besuch in Theresienstadt im Rahmen der Kursfahrt als auch der Besuch des EL-DE-Hauses in Köln aufbereitet. Die Eindrücke des Besuches im  Stammlager Auschwitz und im Vernichtungslager Birkenau fanden in Film und Plakaten Ausdruck. Des Weiteren schilderten zwei  Schülerinnen und Schüler exemplarisch  in einem von Johanna Wilbers und Simon Winkels produzierten Film ihre Erwartungen an die Exkursion und die anschließenden Eindrücke. Ebenfalls wurde in dem sehr informativen und höchst professionell erstellten Film ein Interview mit Frau Weyl zur Intention und Schuldfrage durchgeführt. In einem weiteren Raum demonstrierten die Schülerinnen und Schüler den aktuellen Rechtsruck in Deutschland/Europa. Schließlich wurde das anfangs formulierte Zitat „Nie wieder“ von Frau Weyl insofern aufgegriffen als in einem letzten Raum der Beitrag unserer Schule gezeigt wurde: „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. So wurde deutlich, dass unsere Schule sich geschlossen gegen jede Form von Diskriminierung wendet.

 

Die Räume waren jeweils sehr stimmungsvoll, kreativ und informativ gestaltet und der Rundgang hinterließ einen bleibenden Eindruck bei allen Gästen. Viele kamen mit den Schülerinnen und Schülern der Q2 ins Gespräch und stellten Fragen zur Exkursion oder zur Ausstellung. Eine Feedbackwand bot den Gästen darüber hinaus eine Möglichkeit für Rückmeldungen. Für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher war ebenfalls gesorgt.

 

Wir danken den Schülerinnen und Schülern der Q2, Frau Wessing  und Herrn Lauks und federführend Frau Kröselberg für die Organisation und Durchführung dieses eindrucksvollen und bewegenden Abends, der sehr viel Beachtung fand und nachhaltig in Erinnerung bleiben wird!

 

 

 

 Katrin Boland