Ein heiterer Reigen zwischen Olymp und Erde

Die Theater-AG präsentiert die Komödie "Götter wie du und ich"

 

Um „Götter wie du und ich” ging es beim Oberstufentheater des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums an zwei Abenden (15.09.16 und 16.09.16) im gut besuchten Bühnenhaus. Den Zuschauern wurde eine sowohl spritzige als auch kritische Komödie geboten.

 

Im Olymp sitzen die Götter zusammen und sinnieren darüber, wie sie es schaffen könnten, von den fernsehsüchtigen Menschen des 21. Jahrhunderts genauso wie in der Antike verehrt zu werden. Den Kontakt zur Welt scheinen sie schon vor einiger Zeit verloren zu haben. So wenden sich die völlig zerstrittenen und frustrierten griechischen Götter an die Medienmonopolistin Ricarda Binger und fordern ihre eigene große Fernsehshow. Doch Binger, Chefin der Walhalla-AG und glühende Verehrerin germanischer Mythologie, lässt sie höhnend abblitzen. Sie verehrt Asen, die germanischen Gegenstücke zu den Göttern des Olymp.

 

Götter unter sich
Pressekonferenz der Walhalla-AG

 

Der Götterbote Hermes schlägt ihr eine Wette vor, bei der die unerfahrene Dokumentarfilmerin Jenny eine wichtige Rolle spielt. Hermes nötigt Jenny, im Auftrag der Griechen gegen Binger anzutreten. Jenny ist idealistisch und will in der bunten Medienwelt der Monopolistin die Bildung hochhalten. Wenn sie allerdings nicht innerhalb einer Woche einen Film im Olymp zustande bekommt, wird sie, wie Bingers Assistentinnen Kriemhild und Brünhild, ein Dasein als Assistentin der bösen Binger im Dirndl fristen müssen. Der Auftrag wird ihr jedoch nicht leicht gemacht, denn die Götter sind nur allzu menschlich: intrigant, nachtragend und stellenweise bösartig. Dazu kommen Liebe und Eifersucht, die die Fronten verhärten und das Projekt beinahe scheitern lassen. Ohne ihren Freund und Verbündeten Florian scheint Jenny verloren zu haben, doch der schlägt sich auf die Seite Ricarda Bingers. Letztendlich wird die befürchtete Niederlage aber doch dank der vereinten Kräfte der Götter zum Triumph.

 

Happy End
Applaus für die Darsteller

 

Das Stück stammt aus der Feder von Berliner Gymnasiasten, die es 2007 im Rahmen eines Schulprojektes zusammen mit der Autorin Beate Haeckl entwickelten. Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufen-Theater-AG haben unter der Leitung von Frau Heyn und Herrn Verheyen ein Jahr daran gearbeitet, das Stück auf die Bühne zu bringen.

 

Wir danken für eine nachdenkenswerte, temporeiche und kurzweilige Aufführung!

 

Gruppenbild der Theater-AG

 

 

Rollenbesetzung:

 

ZEUS: grantiger, impotenter Göttervater (Jonas Sieben)

 

HERA: frustrierte Gattin von Zeus, geheime Herrscherin im Olymp (Miriam Müschen)

 

PALLAS ATHENE: Göttin der Weisheit, Lieblingstochter von Zeus (Anna Halmans)

 

ARES: Gott des Krieges und Lieblingssohn von Hera (Ramon Altenstädter)

 

HEPHAISTOS: Gott der Schmiede und schwarzes Schaf der Olympier (Tobias van Eickels)

 

APOLL: Gott der Schönheit und der Kunst, selbstverliebt (Vi Pham)

 

APHRODITE: Göttin der Liebe, eingebildet (Anna Tätemeyer)

 

ARTEMIS: Göttin der Jagd, scheu (Kathrin Schick)

 

HEBE: Küchenfee und Aschenputtel des Olymps (Gianna van Husen)

 

HERMES: Götterbote und Spaßmacher (Cedric Meyer-Piening)

 

RICARDA BINGER (RB): Besitzerin eines Fernsehimperiums und Nibelungenfan (Sarah Kempkes)

 

KRIEMHILD: 1. Assistentin von RB und sogenannte Walküre (Leon Broeckmanns)

 

BRÜNHILD: 2. Assistentin von RB, ebenfalls Walküre (Alexander Hardt)

 

JENNY PAKULA: Junge Dokumentarfilmerin mit Idealen (Hannah Müller)

 

FLORIAN: Jennys Freund – bald Ex-Freund, karriereorientierter Opportunist (Jannes Schreiner)

 

NYMPHEN/GESPIELINNEN: Aphrodites Helferinnen (Miriam Heckens, Sabrina Keuler, Anabel Winkels)

 

In der Technik, beim Bühnenbild, in der Maske und hinter der Bühne halfen mit: Lennart Keller, Simon Boetselaars, Jan-Joel van den Wyenbergh, René Langenberg, Miriam Heckens, Julia Saborowski, Chiara Hoß, Jonas Daniels, Sagana Murugathas, Anabel Winkels, Sabrina Keuler

21.09.2016,

Katrin Boland